Löt- und Schweißrauch absaugen – Emissionen direkt an der Entstehungsstelle erfassen

Partikel, Dämpfe und Gase prozessgerecht erfassen. Exposition senken. Saubere Arbeitsplätze sichern.

Löt- und Schweißrauch wirksam absaugen – passend zu Verfahren, Werkstoff und Arbeitsplatz

Beim Schweißen und Löten entstehen unterschiedliche Gefahrstoffgemische. Schweißrauch besteht überwiegend aus sehr feinen partikelförmigen Stoffen; abhängig von Verfahren, Grund- und Zusatzwerkstoff, Beschichtungen und Prozessparametern können zusätzlich gasförmige Gefahrstoffe auftreten. Lötrauch enthält unter anderem Partikel und Zersetzungsprodukte der Flussmittel. Zusammensetzung und Gefährdung müssen deshalb anwendungsbezogen beurteilt werden.

EVOTEC stimmt Erfassung, Volumenstrom beziehungsweise Unterdruck, Filterstufen, Luftrückführung und Entsorgung auf den realen Arbeitsplatz ab – mobil für wechselnde Einsatzorte oder stationär für dauerhaft angebundene Prozesse und mehrere Erfassungsstellen.

Ihre Vorteile bei der Löt- und Schweißrauchabsaugung:

Emissionen direkt an der Quelle erfassen

Brennerintegrierte Erfassung, Absaugarme, Flansche, Tische oder Hauben nehmen Rauch und Dämpfe möglichst nah an ihrer Entstehung auf.

Filterkonzept an den Prozess anpassen

Partikelfilter, gegebenenfalls Sorptionsstufen für gasförmige Bestandteile sowie W3-Anforderungen werden passend zur Gefährdung ausgewählt.

Mobile und stationäre Lösungen

Mobile Geräte unterstützen wechselnde Arbeitsplätze; stationäre Anlagen versorgen dauerhaft angebundene Prozesse und mehrere Erfassungsstellen.

Welche Emissionen entstehen bei Ihrem Löt- oder Schweißprozess – und wo können sie am wirksamsten erfasst werden? Nennen Sie uns Verfahren, Werkstoffe, Zusatzwerkstoffe beziehungsweise Flussmittel und Betriebsweise. Wir prüfen Erfassung und Filterkonzept gemeinsam mit Ihnen.

Was entsteht beim Schweißen und Löten?

Schweißrauch und Lötrauch sind keine einheitlichen Stoffe. Entscheidend sind Verfahren, Temperatur, Werkstück, Zusatzwerkstoff, Flussmittel, Beschichtungen und Verunreinigungen. Die Gefährdungsbeurteilung muss daher sowohl partikelförmige als auch gasförmige Bestandteile berücksichtigen.

Schweißrauch: feine Partikel und Prozessgase

Bei schweißtechnischen Arbeiten entstehen sehr feine partikelförmige Gefahrstoffe. Je nach Verfahren und Material können beispielsweise Metalloxide sowie gasförmige Stoffe wie Ozon oder nitrose Gase auftreten. Die Zusammensetzung wird maßgeblich durch Grund- und Zusatzwerkstoffe, Beschichtungen und Prozessparameter bestimmt.

Grundlage: TRGS 528 „Schweißtechnische Arbeiten“.

Lötrauch: Flussmittelprodukte, Partikel und Dämpfe

Beim Weich- oder Hartlöten können metallhaltige Partikel sowie Zersetzungsprodukte aus Flussmitteln entstehen. Kolophonium, Amine und weitere Reaktionsprodukte können Atemwege und Augen reizen. Deshalb reicht es nicht, nur sichtbaren Rauch zu beurteilen; auch gasförmige Bestandteile und die konkrete Lötchemie gehören zur Auslegung.

Fachhinweis: BG ETEM zu Lötrauch-Emissionen beim Weichlöten.

Aussehen und Geruch sind keine verlässlichen Maßstäbe für die Gefährdung. Schutzmaßnahmen müssen auf Stoffdaten, Verfahren, Expositionsdauer und die tatsächliche Erfassungssituation abgestimmt werden.

Warum ist die Erfassung an der Quelle entscheidend?

Je näher die Absaugung an der Entstehungsstelle ansetzt, desto weniger Rauch gelangt in den Atembereich und in die Hallenluft. Die Erfassung muss den thermischen Auftrieb und die Arbeitsbewegung berücksichtigen, ohne den Schutzgasstrom oder den Prozess zu stören.

Quellnahe Erfassung vor Ausbreitung

Brennerintegrierte Absaugung, Absaugflansche, nachführbare Absaugarme, Absaugtische oder Einhausungen erfassen Emissionen direkt am Prozess. Welche Variante geeignet ist, hängt von Bauteil, Nahtverlauf, Bewegungsraum und benötigtem Luftvolumenstrom beziehungsweise Unterdruck ab.

Raumlüftung ist eine Ergänzung

Technische Raumlüftung kann verbleibende Emissionen erfassen und Dritte schützen, ersetzt eine wirksame Erfassung an der Quelle jedoch nicht. Die TRGS 528 fordert beim Handschweißen grundsätzlich eine Absaugung im Entstehungsbereich; zusätzliche Raumlüftung wird nach den Randbedingungen ausgelegt.

Wie werden Löt- und Schweißrauche abgeschieden?

Ein wirksames System verbindet passende Erfassung mit der richtigen Abscheidung. Partikel, gasförmige Bestandteile, Funken, Filterbelastung und geplante Luftrückführung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Erfassungselement und Betriebspunkt

Absaugarm, Brennerabsaugung, Haube oder Tisch müssen zur Ausbreitungsrichtung des Rauchs passen. Entscheidend sind Erfassungsabstand, Nachführung, Luftvolumenstrom, Unterdruck und störende Querströmungen. Eine ungünstig positionierte Erfassung kann trotz hoher Anlagenleistung wirkungslos bleiben.

Partikelfiltration und W3

Schweißrauchpartikel werden in geeigneten Filterstufen abgeschieden. Bei der Rückführung gereinigter Luft und krebserzeugenden Schweißrauchbestandteilen sind die besonderen Anforderungen zu beachten. Nach DIN EN ISO 21904-1 und -2 geprüfte Geräte können als W3 gekennzeichnet und für die entsprechende Luftrückführung zugelassen sein.

Fachhinweis: IFA/DGUV zur Prüfung und Zertifizierung von Schweißrauchabsauggeräten.

Gasförmige Bestandteile beim Löten

Partikelfilter allein entfernen gasförmige Zersetzungsprodukte nicht zuverlässig. Wenn solche Stoffe relevant sind, wird eine anwendungsspezifische Sorptionsstufe – häufig mit Aktivkohle – ergänzt. Sorptionsmedien besitzen eine begrenzte Aufnahmekapazität und müssen passend zum Stoffgemisch überwacht und gewechselt werden.

Funken, Filterpflege und sichere Entsorgung

Bei schweißtechnischen Prozessen können Funken und heiße Partikel in die Erfassung gelangen. Vorabscheidung, Funkenfalle, geeignete Filtermedien und sichere Austrags- beziehungsweise Wechselkonzepte reduzieren Brand- und Expositionsrisiken. Wartung und Filterwechsel gehören in ein festgelegtes Schutzkonzept.

Filterklasse oder Nennluftmenge allein beschreiben noch keine sichere Lösung. Erst das Zusammenspiel aus Erfassung, Luftleistung, Abscheidung, Überwachung, Wartung und der vorgesehenen Luftrückführung entscheidet über die Wirksamkeit.

Mobile und stationäre Absaugkonzepte

Mobile Geräte für wechselnde Arbeitsplätze

Mobile Absaug- und Sauggeräte eignen sich für wechselnde Arbeitsplätze, Nacharbeit, Wartung und lokal begrenzte Aufgaben. Erfassungselement, Filterausstattung und Dauerlaufeignung müssen zum konkreten Löt- oder Schweißprozess passen.

Stationäre Anlagen für mehrere Erfassungsstellen

Stationäre Anlagen versorgen dauerhaft angeschlossene Absaugarme, Maschinen, Tische, Hauben oder Roboterschweißzellen. Rohrnetz, Gleichzeitigkeitsfaktor, Druckverlust, Filterabreinigung und Austrag werden für den realen Betriebspunkt ausgelegt.

Hochvakuum und brennerintegrierte Erfassung

Brennerintegrierte Systeme erfassen Schweißrauch sehr nah an der Quelle und arbeiten typischerweise mit kleinen Volumenströmen bei höherem Unterdruck. Die Auslegung muss sicherstellen, dass die Rauchfahne erfasst wird, ohne den Schutzgasprozess zu beeinträchtigen.

Niedrigvakuum mit Arm, Haube oder Tisch

Absaugarme, Hauben und Tische arbeiten mit größeren Luftmengen und erfassen Emissionen über eine größere Fläche. Erfassungsabstand und Nachführung bleiben entscheidend; bei automatisierten Prozessen sind Einhausungen und nachgeführte Erfassung oft besonders wirksam.

Typische Erfassungslösungen: brennerintegriert · Absaugarm oder Flansch · Absaugtisch · Haube oder Einhausung.

Wovon hängt die Auslegung ab?

Eine belastbare Auslegung beginnt mit dem realen Prozess. Werkstoff, Zusatzstoff, Flussmittel, Emissionsrate, Arbeitsplatzgeometrie, Betriebsdauer und Luftrückführung bestimmen die technische Lösung – nicht allein die sichtbare Rauchmenge.

Verfahren, Werkstoff und Zusatzstoffe

Schweißverfahren, Stromstärke, Draht oder Elektrode, Grundwerkstoff, Beschichtung und Oberflächenverunreinigungen beeinflussen Art und Menge der Emissionen. Beim Löten kommen Lotlegierung, Flussmittel, Temperatur und Zahl der Arbeitsplätze hinzu.

Erfassung, Betriebsweise und Luftrückführung

Zu klären sind Erfassungsart, benötigter Luftstrom, Druckverlust, Gleichzeitigkeit, Schichtbetrieb, Filterstandzeit, Wartung, Austrag und Abluft- beziehungsweise Umluftbetrieb. Bei krebserzeugenden Stoffen gelten zusätzliche Anforderungen an die Luftrückführung.

Die Wirksamkeit ist bei Inbetriebnahme und im Betrieb zu überprüfen. Für Schweißrauchabsaugungen empfiehlt die DGUV die Kontrolle der Absaugvolumenströme bei Inbetriebnahme und regelmäßig wiederkehrend, mindestens jährlich.

Welches Absaugkonzept passt zu Ihrem Arbeitsplatz?

Nennen Sie uns Löt- oder Schweißverfahren, Werkstoffe, Zusatzstoffe, Arbeitsplatzgeometrie, Betriebsdauer und gewünschte Luftrückführung. EVOTEC unterstützt Sie bei der Auswahl einer passenden mobilen oder stationären Lösung.

W3-Kennzeichnung und Luftrückführung richtig einordnen

W3 bezeichnet eine geprüfte Schweißrauchabscheideklasse für entsprechend zertifizierte Geräte. Sie ist besonders relevant, wenn gereinigte Luft bei Schweißrauchen mit krebserzeugenden Bestandteilen in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden soll. Eine W3-Kennzeichnung ersetzt jedoch weder die Gefährdungsbeurteilung noch die richtige Erfassung, Aufstellung, Wartung und Wirksamkeitskontrolle. Für Lötrauch und seine gasförmigen Bestandteile muss das Filterkonzept separat bewertet werden.

Mobile Geräte für wechselnde Löt- und Schweißarbeiten

Mobile Geräte eignen sich für wechselnde Arbeitsplätze, lokale Aufgaben und die Reinigung im Umfeld von Löt- und Schweißprozessen. Das hier gezeigte, dem Anwendungsgebiet zugeordnete Produkt ist eine Vorauswahl. Erfassungselement, Luftleistung, Filterstufen, Dauerlaufeignung und zulässige Luftrückführung müssen zum konkreten Prozess passen.

Stationäre Absauganlagen für Löt- und Schweißrauch

Stationäre Anlagen eignen sich für dauerhaft angeschlossene Absaugarme, Schweißtische, Einhausungen, Roboterzellen und mehrere Erfassungsstellen. Die gezeigten, getaggten Baureihen sind eine Vorauswahl. Rohrnetz, Betriebspunkt, Filter- und Austragssystem sowie Sicherheitsausführung werden für den tatsächlichen Prozess ausgelegt.

Häufige Fragen zur Löt- und Schweißrauchabsaugung (FAQ)

Worin unterscheiden sich Löt- und Schweißrauch?

Schweißrauch besteht überwiegend aus sehr feinen Partikeln und kann je nach Verfahren und Werkstoff zusätzliche gasförmige Gefahrstoffe enthalten. Lötrauch enthält Partikel und Zersetzungsprodukte aus Lot und Flussmittel. Deshalb werden Erfassung und Filterstufen für beide Prozesse getrennt bewertet.

Möglichst direkt an der Entstehungsstelle und so, dass der thermische Auftrieb genutzt wird. Je nach Aufgabe kommen brennerintegrierte Erfassung, Absaugarm, Flansch, Tisch, Haube oder Einhausung infrage. Querströmungen und zu großer Abstand können die Erfassung deutlich verschlechtern.

W3 ist besonders relevant, wenn Schweißrauch mit krebserzeugenden Bestandteilen abgeschieden und gereinigte Luft in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden soll. Maßgeblich sind Gefährdungsbeurteilung, aktuelle Regelwerke und die Zertifizierung des vollständigen Geräts – nicht nur ein einzelnes Filterelement.

Mobile Geräte passen zu wechselnden Arbeitsorten und lokal begrenzten Aufgaben. Stationäre Anlagen sind für dauerhaft angebundene Prozesse, mehrere Erfassungsstellen und kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Luftleistung, Unterdruck, Gleichzeitigkeitsfaktor und Filterkonzept bestimmen die Auswahl.

Wechselintervalle richten sich nach Emission, Betriebsdauer, Filterbelastung und Herstellerangaben. Die Absaugvolumenströme sind bei der Inbetriebnahme und regelmäßig wiederkehrend zu prüfen; die DGUV nennt für Schweißrauchabsaugungen mindestens eine jährliche Kontrolle. Zusätzlich sind Differenzdruck, Erfassung und der sichere Filterwechsel zu überwachen.

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Ihr Partner für industrielle Absauglösungen

EVOTEC entwickelt mobile und stationäre Absauglösungen für industrielle Löt- und Schweißprozesse und realisiert neben seriennahen Geräten auch anwendungsspezifische Sonderlösungen. Unsere Systeme sind auf wirksame Erfassung, Prozesssicherheit, Langlebigkeit und individuelle Betriebsbedingungen ausgelegt.

Jahre Erfahrung
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Entwickelte Modelle
1 +
Zufriedene Kunden
1 +
MADE IN GERMANY
1 %
1
Analyse der Sachlage
Abstimmungsgespräch zur Ermittlung kundenspezifischer Anforderungen
2
Konzepterstellung
Gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen sowie Ausarbeitung eines Absaugkonzepts unter Berücksichtigung der bestehenden Infrastruktur
3
Angebotserstellung
Detaillierte Angebotserstellung auf Basis der spezifischen Kundenanforderungen
4
Auftragserteilung
Abschließende Projektplanung und vertragliche Fixierung
5
Produktion
Maßgeschneiderte Fertigung der Anlagen und Komponenten
6
Auslieferung, Montage &
Inbetriebnahme
Sichere Auslieferung der Anlage, Montage durch EVO-PRODUCTS-Techniker oder detaillierte Aufbauanleitung für kundenseitige Ausführung
7
Schulung, After-Sales &
Wartung
Anlagen-spezifische Schulung, optionale Wartungsverträge & Services

Welche Löt- oder Schweißrauchabsaugung passt zu Ihrem Prozess?

Teilen Sie uns Verfahren, Werkstoffe, Zusatzwerkstoffe beziehungsweise Flussmittel, Erfassungsstelle, Betriebsdauer, Zahl der Arbeitsplätze und geplante Luftrückführung mit. EVOTEC unterstützt Sie bei der Auswahl einer geeigneten mobilen oder stationären Lösung.

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Robin Buschbaum
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